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See erbe

diplomarbeit. Ausgangspunkt meiner Diplomarbeit war die Faszination für das Thema Erinnerung. Einerseits sind es persönliche, andererseits kollektive und kulturelle Erinnerungen die uns prägen. Durch verschiedene Methoden der Kulturvermittlung, kann das kollektive Gedächtnis einer Kultur weitervermittelt werden.

masterthesis. The starting point of my masterthesis was the fascination for the topic of memory. On the one hand it is personal memories, on the other hand collective and cultural memories that shape us. The collective memory of a culture can be transmitted through various methods of cultural mediation.

Simone Eisath | Architektur & Visualisierung | Diplomarbeit

COLLAGE

See Erbe Plan Grafik Lageplan Diplomarbeit

VERORTUNG

Die Verortung des Projektes erfolgte in Hinblick auf die Auseinandersetzung mit diesem Thema – Die Kultur eines Ortes sollte aufgegriffen und wiederbelebt werden, indem eine Vermittlungsgrundlage für das kulturelle Gedächtnis dieses Ortes geschaffen wird; Das Land Myanmar hat eine schwere Vergangenheit hinter sich. Aufgrund der 50 Jahre anhaltenden Militärdiktatur in Myanmar, konnten die vielen ethnischen Minderheiten des Landes ihre Kulturen so lange erhalten.

Simone Eisath | Architektur & Visualisierung | Diplomarbeit

aussichtsturm

Simone Eisath | Architektur & Visualisierung | Diplomarbeit

insel der projektion

PROJEKT

Schon die Anreise zum Kulturzentrum ist ein Erlebnis. Auf einem kleinen Motorboot schippert man in der Morgensonne vom Hafen in Nyaung Shwe durch den Kanal Richtung Süden. Beim Kulturzentrum angekommen, gelangt man über einige Stufen die aus dem Wasser ragen auf den Steg. Der Steg wird breiter und ein Eingangsbereich bietet einen ersten Treffpunkt für Besucher. Geht man weiter, hebt sich eine Treppe von den flachen Elementen des Stegs ab. Sie führt in den Aussichtsturm im Herzen des Kulturzentrums.

DER TURM

Eine Reihe von Stationen entlang dieser Treppe erzählen die Geschichte des Ortes. Mit zunehmender Höhe des Turmes eröffnen sich neue Blickachsen die in ihrer Richtung sowie in der Entfernung variieren. Diese Blickachsen bildeten die Basis für die architektonische Umsetzung der Treppe und des Turmes. Von mehreren Stationen entlang dieser Treppe kann man das Innere des Turmes betreten. Dort befindet sich ein Fundamt für Erinnerungen, ein Ort in dem Erinnerungen geteilt werden und aufleben sollen. Der programmatische Aufbau des Turmes spiegelt die Prozesse der Erinnern bzw. des Archivierens wider. Die Seebewohner können Fundstücke aus ihrer persönlichen Sammlung an Erinnerungen mitbringen und in den Regalen ablegen, andere können sie wiederum ausleihen, darin lesen, sie abrufen. Der Fundus an Erinnerungsstücken wechselt stetig. Ein Archivar verwaltet das Archiv und beurteilt die von den Seebewohnern mitgebrachten Dinge auf ihren kulturellen Wert. Insgesamt repräsentiert der Kern des Aussichtsturmes die Vergangenheit und die Blickachsen veranschaulichen die Gegenwart. Die Treppe bildet einen Zwischenraum, sie ist Raum zwischen Gegenwart und Vergangenheit.

Simone Eisath | Architektur & Visualisierung | Diplomarbeit

grundriss 5m

Simone Eisath | Architektur & Visualisierung | Diplomarbeit

grundriss 10m

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lageplan

DIE INSELN

Verlässt man das Herzstück des Kulturzentrums, erschließt man über den Steg die schwimmenden Bauteile. Je zwei schmale Stege die sich vom Hauptsteg abzweigen, bilden den Hafen für die vier Inseln die unterschiedlich genutzt werden können. Durch ihre Fähigkeit zu schwimmen können diese Bereiche sowohl als Bestandteile des Kulturzentrums als auch als eigenständige Baukörper fungieren. Eine Seilwinde begrenzt die Inseln in ihrer Entfernung. Die Raumkonzepte, auf denen die Inseln basieren, entstanden im Rahmen meiner Auseinandersetzung mit dem Thema Kulturvermittlung. Sie sollen die Möglichkeiten aufzeigen, wie persönliche und kollektive Erfahrungen und Gedanken auf verschiedenste Art und Weise weitergegeben werden können.

Die Interaktion beschreibt im Rahmen der Kulturvermittlung die zwischenmenschliche Kommunikation in Form des Gesprächs, des Austausches und der Bildung. Zwei Inseln sind für die genannte Nutzung vorgesehen. Sie können als Treffpunkte für Vereine dienen. Untertags können hier Vorträge, Seminare und Weiterbildungen, Abends Feierlichkeiten stattfinden. Die Inszenierung als Vermittlungsmedium findet Ausdruck in Theater, Musik und Tanz. Diese Insel bietet Platz für Veranstaltungen aller Art aber auch Versammlungen. Das dritte Medium der Kulturvermittlung bildet die Projektion.  Auf der zugehörigen Insel werden Geschichten basierend auf dem Medium Bild vermittelt. Diavorträge, Filmvorführungen und Diskussionsrunden können hier stattfinden.

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insel der inszenierung



Dipl.-Ing. Simone Eisath
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